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Was ist Yin-Yoga

Yin-Yoga - Der sanfte Weg zur inneren Mitte

Yin - Yoga ist eine ruhige Yogapraxis, in der die einzelnen Stellungen
länger gehalten werden als in anderen Yogastilen.
Die Positionen werden langsam und achtsam eingenommen und bis zu 2-4 Minuten gehalten. Dadurch wirkt Yin-Yoga auf die Faszien, die tieferen Schichten unseres Bindegewebes. Yin-Yoga wirkt auf die Knochen und den Meridianen (Energieleitbahnen im Körper) und gleicht die aktive Seite in uns aus.

Durch die ruhige Praxis des Yin-Yogas werden wir wieder zurück in einen ausbalancierten Zustand gebracht, ein tiefes Gefühl stellt sich ein.

Die längere Verweildauer in den meist sitzenden und liegenden Haltungen fördert
das Loslassen und hat eine beruhigende Wirkung auf
das Nervensystem. So ist Yin-Yoga ein wertvoller Ausgleich in unserer
schnelllebigen Leistungsgesellschaft, die von Kraft,
Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit dominiert wird.
Yin - Haltungen lehren uns, die Qualität der Langsamkeit
und Stille wieder mehr zu schätzen.

In diesem Yoga Stil stehen nicht die Kraft und die Bewegung
im Vordergrund, sondern es geht vor allem darum,
in die Asanas hinein zu entspannen und den Atem frei
fließen zu lassen. So kann unsere Lebensenergie (das Prana
der Inder sowie das Chi der Chinesen) wieder besser
fließen und Blockaden können sich lösen.
Yin-Yoga hilft, den Körper beweglich zu halten, den Fluss
des Lebens zu harmonisieren und gefühlsmäßig im Lot zu
bleiben.

Yin-Yoga lässt sich wunderbar mit der Psychologischen Yoga-Therapie vereinen.

Folgender Artikel aus der Zeitschrift "Yoga aktuell":

"Rückenschmerzen sind heutzutage ein gesamtgesellschaftliches Kernproblem. Sie sind in den regelmäßig veröffentlichten Statistiken zu den häufigsten Krankheitsbildern immer auf den vorderen Plätzen zu finden. Fast alle Menschen in unserem Kulturkreis machen damit in ihrem Leben mindestens einmal Bekanntschaft. Dabei sind lediglich 3–5% der Rückenbeschwerden auf tatsächliche Schädigungen oder strukturelle Erkrankungen der Wirbelsäule zurückzuführen. Das können beispielsweise Brüche (durch einen Unfall), Tumore, Entzündungen, etc. sein. Der weitaus größere Teil hat seine Ursache in faszialen und muskulären Problemen. 80% aller Rückenschmerzen verschwinden nach drei Wochen wieder, und das entweder ganz ohne Therapie oder mit konservativen Methoden, d.h. moderatem Training und sanfter Stimulation."

Weitere Zeilen aus dem Magazin:

Faszien und Rückenleiden

Das Forschungsgebiet um unsere Faszien (=Bindegewebe) ist noch relativ jung. Trotzdem sind bereits faszinierende Ergebnisse und Ansätze zur Behandlung und Vorbeugung von Rückenschmerzen hervorgebracht worden.
Unsere Faszien sind ein körperweites Netzwerk, das alle körperlichen Strukturen miteinander verbindet. Es ist ein zuckerwatteartiges, dreidimensionales Netz, in dem sich Flüssigkeit befindet. Es gibt unserem Körper seine Form. In den Faszien findet man außerdem Schmerzrezeptoren, und zwar bis zu sechsmal mehr als in den Muskeln oder Gelenken selbst, wo deren Existenz bisher hauptsächlich angenommen wurde. Faszien sind nach dem heutigen Kenntnisstand so etwas wie unser sechster Sinn, der für die eigene Körperwahrnehmung immens wichtig ist.
In Bezug auf Rückenschmerzen ist in den letzten Jahren ein langsames Umdenken erfolgt. Früher wurden Bandscheibenvorfälle und Vorwölbungen häufig als Ursache für Rückenschmerzen diagnostiziert. Die Lösung war einfach: Die entsprechenden Stellen, in einem bildgebenden Verfahren wie MRT oder der CT scheinbar einwandfrei erkannt, wurden operiert. Die Erfolgsquote war allerdings gering, ein Großteil der Patienten hatte nach drei Jahren wieder die gleichen Probleme wie vorher.

Heutzutage werden die Schädigungen der Faszien für die Entstehung von Rückenschmerzen mitverantwortlich gemacht. Die große Lumbalfaszie, ein Bereich des faszialen Netzwerks, der im unteren Rücken angesiedelt ist, steht im Verdacht, bei Verletzungen Schmerzreize an das Gehirn zu schicken.
Mechanisch ist der Körper um unser Iliosakralgelenk herum besonders starken Zugkräften ausgesetzt, denn fast alle unsere Rückenstreckermuskeln setzen dort an. Darüber hinaus wird dieses Areal spätestens ab dem 35. Lebensjahr nicht mehr durchblutet. Es wird immer steifer und verletzungsanfälliger. Wenn wir dann noch übermäßig ehrgeizig sind oder uns zu wenig bewegen oder in berufsbedingten Fehlhaltungen ausharren müssen, tun wir ein Übriges, um Rückenschmerzen entstehen zu lassen. An diesem Punkt setzt Yin Yoga an. Um Verletzungen in der Struktur des Gewebes um unsere Lendenwirbelsäule herum zu minimieren, ist es nötig, sie regelmäßig und moderat zu stimulieren.  Bindegewebe erneuert sich dann, wenn es mechanisch stimuliert wird. Das erledigen die Yin-Yoga-Übungen in der folgenden Sequenz.

Yin-Yoga-Sequenz für den Rücken

Unser Rücken ist die tragende, zentrale Säule in unserem Körper. Wenn hier Ungleichgewichte herrschen, greifen sie meistens auch auf andere Teile des Körpers über. Ein gesundes Rückgrat ist flexibel und stark zugleich. Es gibt uns nicht nur körperlich Stabilität, sondern auch außerhalb der Matte in unserem Leben.
Auf der mechanischen Ebene bewegen wir unsere Wirbelsäule in alle drei Hauptrichtungen: Vorwärtsbeuge, Rückwärtsbeuge und Drehung. Diese Sequenz wirkt präventiv, wenn Sie gesund sind, und kann auch helfen, einen Heilungsprozess zu unterstützen.
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Lebe deine Einzigartigkeit